Mittwoch, 22. April 2026

[Rezension] Bruchland

 Andreas Otter - Bruchland 






Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 14. April 2026
Auflage ‏ : ‎ 1.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 468 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3695106840
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3695106844
ASIN ‏ : ‎ B0GS37M5JP











Inhalt: 


Ein politischer Thriller, der die Schlagzeilen von morgen schreibt Deutschland, 2026. Nach einer Serie von Terroranschlägen gewinnt die rechtsgerichtete PDI die Bundestagswahl. Was als demokratischer Machtwechsel beginnt, entwickelt sich zur systematischen Zerstörung des Rechtsstaats. Robert Brandt, Journalist und alleinerziehender Vater, gerät zwischen die Fronten: Seine georgische Partnerin Maia wird zur Zielscheibe der Ausländerpolitik, seine Tochter wendet sich ab. Als Robert Beweise für eine erschütternde Wahrheit über die Anschläge findet, steht er vor einer unmöglichen Entscheidung. Wahrheit oder Flucht? Familie oder Gewissen? Eine gar nicht so fiktive Dystopie für Leser von George Orwell, Robert Harris und Morton Rhue.





Meinung: 

Kurz vor den Wahlen in Deutschland, passieren mehrere Anschläge. Die rechtsextreme Partei PDI nutzt diese Anschläge für ihre Wahl. Sie versprechen Dinge und scheinen damit wirklich gewinnen zu können, was sie letztendlich auch tun. Was passiert mit einem Deutschland, das eine rechtsextreme Partei als Führung hat. Alleine als Führung. Die eine Seite scheint es zu feiern, die andere Seite eben nicht. Aber was wirklich dahinter steckt, wird sich schnell nach den Wahlen zeigen. 

Bruchland spielt in Düsseldorf und wir lernen den Journalisten Robert kennen. Er ist von seiner Frau getrennt und hat eine 16jährige Tochter. Auch er wird schnell merken, was es bedeutet, dass die PDI an die Macht gekommen ist, denn er hat eine Frau kennengelernt. Sie hat ein Arbeitsvisum, geflüchtet aus Georgien. Sie leben mittlerweile gemeinsam und doch wird schnell klar, dass es alles nicht mehr so einfach für seine Freundin Maja ist. Schnell ist klar, dass sie die Anforderungen nicht mehr erfüllen kann und das Land verlassen muss. Robert ist sich sicher, er geht mit. Doch dann kommt es anders als man denkt, denn sein Kollege, scheint etwas gemacht zu haben, was die PDI verärgert und so werden er und seine Kollegen alle kontrolliert. Und dabei kommen seine Postings gegen die PDI, die er anonym verfasst hat, auch ans licht und soll dafür verurteilt werden. Nachdem sie dann auch noch sein Konto regelrecht eingefroren haben, flüchten Maja und Robert. Er lässt alles zurück und verliert damit sogar seine Tochter. 

Doch auch seine Tochter Paula scheint sich zu verändern, denn sie hat einen jungen Mann kennengelernt und verfällt immer mehr in die rechten Parolen und vertritt diese Meinung aufs äußerste. Bricht sogar mit ihrer besten Freundin, weil diese Lesbisch ist und das einfach nicht mehr in das Bild des neuen Deutschlands passt. 
Claudia, Roberts Ex-Frau und Mutter von Paula, verzweifelt an dieser Situation und die Tatsache, das Robert aus Deutschland weg geht, macht ihr ebenfalls zu schaffen. 

Bruchland ist rein fiktiv, aber die Vorstellung, dass dies so passieren könnte, gibt einem zu denken. Was passieren könnte, was sich ändern könnte, ist teilweise wirklich erschreckend. Andreas Otter hat hier etwas nieder geschrieben, was wohl aktuell viele Menschen beschäftigt. Erschreckend, das es Situationen gibt, die man wieder erkennen könnte, oder sich zumindest vorstellen könnte, das es passieren kann. Erschreckend, nah dran und doch irgendwie mit der Hoffnung, dass es so niemals passieren wird! 

Von mir bekommt Bruchland 4 Schmetterlinge. 





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