Mittwoch, 4. November 2026

[Rezension] Die Meisterin: Der Beginn

 Markus Heitz - Die Meisterin: Der Beginn






Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. März 2020
Auflage ‏ : ‎ 2.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 480 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3426226758
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426226759
ASIN ‏ : ‎ B07ZPVQ2NX









Inhalt: 


Eine uralte Familien-Fehde, eine unbekannte Bedrohung aus der Anderswelt und eine Frau, die alles aufs Spiel setzen muss – fesselnder Mix aus Fantasy und Thriller-Elementen von Bestseller-Autor Markus Heitz

Seit Jahrhunderten bemüht sich die Heilerin Geneve Cornelius um Neutralität in der ewigen Fehde ihrer Familie mit der Scharfrichter-Dynastie der Bugattis. Doch dann wird ihr Bruder im Hinterhof eines Londoner Pubs brutal enthauptet. Ein Racheakt, der den uralten Zwist zwischen den Scharfrichter-Familien Bugatti und Cornelius anfachen soll – so scheint es zumindest.
Denn zur gleichen Zeit häufen sich in Geneves Heimatstadt Leipzig unheimliche Vorfälle. Die Anderswelt mit ihren mystischen Kreaturen ist in Aufruhr. Die unsterbliche Heilerin ahnt, dass ihr eine Entscheidung bevorsteht: Behält sie ihre Neutralität bei oder nimmt sie gegen all ihre Überzeugungen den Kampf gegen die unbekannte Bedrohung auf und findet dabei vielleicht den Tod?

Wie schon in »Des Teufels Gebetbuch« verbindet Markus Heitz auch in »Die Meisterin« gekonnt Elemente aus Fantasy, Historie, Thriller und Horror zu einer actionreichen Geschichte.
Entdecken Sie auch Markus Heitzʼ historischen Dark-Fantasy-Roman »Die dunklen Lande« über eine Abenteurerin, finstere Mächte und Magie zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.





Meinung: 


Im Mittelpunkt steht Geneve Cornelius, eine vermeintlich 30-jährige Heilpraktikerin, die in Leipzig lebt. Als sich ihr Bruder Jacob nach längerer Zeit bei ihr meldet und sie nach London einlädt, ist Geneve zunächst skeptisch. Doch zu einem Wiedersehen kommt es nicht mehr: Jacob wird im Hinterhof eines Pubs ermordet aufgefunden.

Für Geneves Mutter Catharina steht schnell fest, wer dafür verantwortlich sein könnte: die Familie Bugatti. Zwischen den beiden Familien besteht bereits seit Jahrhunderten eine erbitterte Fehde. Sie beschließt, nach Rom zu den Bugattis zu reisen, um Antworten zu bekommen. Doch bevor es dazu kommt, steht plötzlich ein Mitglied der Familie Bugatti vor Geneves Tür. Er beteuert, dass seine Familie nichts mit Jacobs Tod zu tun hat. Schließlich wurde sogar sein eigenes Schwert bei einem Einbruch gestohlen. Beweise kann er zwar keine vorlegen, aber er bietet Geneve seine Unterstützung bei der Suche nach dem Mörder an.

Als Geneve schließlich einen Anruf ihrer Mutter erhält und am Telefon miterleben muss, wie diese ermordet wird, gibt es für sie kein Zurück mehr. Gemeinsam mit Bugatti reist sie nach London, um herauszufinden, was hinter den Morden steckt. Dabei stoßen sie auf Aufzeichnungen ihres Bruders, die offenbar wichtige Hinweise enthalten.

Besonders interessant fand ich die Einschübe aus einer anderen Zeit. Nach und nach erfährt man mehr über das Leben einer Person, für die das Leben vor über hundert Jahren offenbar ganz andere Freiheiten bereithielt. Dabei wird eine düstere Familiengeschichte sichtbar: Catharina und ihr Sohn Jacob waren Scharfrichter. Sie sorgten für die Geständnisse der Beschuldigten und führten anschließend die Strafen aus. Geneve hingegen hielt sich, wann immer es möglich war, aus diesen Angelegenheiten heraus. Zumindest was das ausrichten des Scharfrichterjobs angeht. Die Heilung der Wunden und die Pflege der Verurteilten lag dabei jedoch in ihren Händen. 

Gerade diese Verbindung aus Gegenwart, Vergangenheit, Familiengeheimnissen und einer ordentlichen Portion Mystik macht die Geschichte für mich besonders spannend. Markus Heitz versteht es, verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verweben und immer wieder neue Fragen aufzuwerfen. Spannend bis zur letzten Seite, mit tollen Charakteren und gut durchdachten Wegen bis zum Ende des Buches. 
Von mir gibt es verdiente 5 Schmetterlinge. 




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